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Zwei Exzellencluster zu kardiovaskulären Forschungsthemen erfolgreich


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Die Entscheidung zu den Exzellenzclustern 2018 ist gefallen. Unter den 57 erfolgreichen Exzellencluster sind zwei, die sich der Herz-Kreislauf-Forschung widmen. Maßgeblich an den Clustern beteiligt sind Mitgliedseinrichten des DZHK aus Frankfurt am Main, Göttingen und Bad Nauheim. An einem Cluster zu Entzündungserkrankungen ist der DZHK-Standort Lübeck beteiligt. Herzlichen Glückwunsch!

 „Multiscale Bioimaging: Von Molekularen Maschinen Zu Netzwerken Erregbarer Zellen“ (Mbexc)

Das Exzellenzcluster Mbex verfolgt einen neuartigen Forschungsansatz, indem es die Neurowissenschaften und die Herz-Kreislaufforschung miteinander verknüpft. Die elektrisch erregbaren Herz- und Nervenzellen weisen überraschend viele physiologische Gemeinsamkeiten auf. Sie nutzen ähnliche molekulare Funktionseinheiten, deren Defekte zu Krankheiten von Herz- und Nervensystem führen. Ziel dieses Exzellenzclusters ist es daher, solche krankheitsrelevanten Funktionseinheiten von Herz- und Nervenzellen zu entschlüsseln. Die Sprecherfunktion hat die Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Mbex ist eine Kooperation der Universitätsmedizin Göttingen mit den Fakultäten für Chemie, Physik, Mathematik und Biologie der Universität und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Göttingen wie dem Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung e.V. (DZHK), dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen e.V. (DZNE) sowie den Max-Planck-Instituten für biophysikalische Chemie, für Experimentelle Medizin und für Dynamik und Selbstorganisation.

„Cardiopulmonary Institute“(CPI)

Herz- und Lungenerkrankungen gehören zu den häufigsten Todesursachen weltweit, mit vielfachen Interaktionen zwischen den beiden Organen und noch ungelösten Herausforderungen in der Behandlung. Ein grundlegendes Verständnis der molekularen Biologie der Prozesse, die der Funktion dieser Organe und ihrem Versagen bei Erkrankungen zugrunde liegen, fehlt bislang ebenso wie das Wissen, wie diese Prozesse für neue individualisierte Therapiekonzepte genutzt werden können. Diesen Herausforderungen stellt sich künftig ein Konsortium aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sowohl grundlagen- als auch anwendungsbezogen forschen werden – getragen von der Vision, dass Präzisionsbiologie der Treiber der Präzisionsmedizin ist.

Der Cluster „Cardio-Pulmonary Institute“ (CPI) ist eine gemeinsame Initiative der Justus-Liebig-Universität Gießen, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim

„Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen/Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI)

Der Cluster baut auf Ergebnissen von zwei vorangegangenen Förderphasen auf. Mit dem jetzt neu bewilligten Exzellenzcluster „Präzisionsmedizin für chronische Entzündungserkrankungen/Precision Medicine in Chronic Inflammation“ (PMI) werden diese wissenschaftlichen Fortschritte für Patientinnen und Patienten mit chronisch entzündlichen Erkrankungen zur Anwendung gebracht, indem Diagnosen schneller gestellt und individuelle Therapien geplant werden können. Damit diese Translation von molekularer zu klinischer Medizin gelingt, unterstützt der neue Cluster PMI speziell auch die Karriere forschender Ärztinnen und Ärzte.  Dazu wird zusammen mit den medizinischen Fakultäten, dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein und der Ärztekammer Schleswig-Holstein ein bundesweit wegweisendes neues Programm zur Ausbildung junger klinischer Forscher und Forscherinnen ab 2019 auf den Weg gebracht.

Quellen:

Pressemitteilung Goethe-Universität Frankfurt

Pressemitteilung Universitätsmedizin Göttingen

Pressemitteilung Justus-Liebig-Universität Gießen

Pressemitteilung Exzellenzcluster Entzündungsforschung