Paper of the Month

Juli 2016


Circulating microRNAs strongly predict cardiovascular death in patients with coronary artery disease—results from the large AtheroGene study. European Heart Journal, doi:10.1093/eurheartj/ehw250, DZHK-Autoren: Karakas, Lackner, Münzel, Schnabel, Blankenberg, Zeller

Herz-Kreislauferkrankungen sind eine der häufigsten Todesursachen. Bei Patienten mit bekannter koronaren Herzerkrankung ist die Risikostratifikation für weitere koronare Ereignisse von Bedeutung. Rationale dieser Studie war die Annahme, dass zirkulierende microRNAs (miRNAs) hierfür einen Nutzen haben.

In einer vorangegangenen Studie konnte die Gruppe vom Universitären Herzzentrum Hamburg acht im Blut zirkulierende miRNAs identifizieren, welche zuverlässig eine Minderdurchblutung des Herzmuskels diagnostizieren konnten [Eur Heart J 2014]. In der aktuellen Arbeit untersuchte die Forschergruppe um Dr. Karakas und Prof. Zeller nun zusammen mit ihren Mainzer Kooperationspartnern die prognostische Wertigkeit dieser acht miRNAs in der kardiovaskulären Sekundärprävention. Hierfür wurden die Blutspiegel der acht miRNAs in Patienten mit dokumentierter koronarer Herzerkrankung bestimmt.

Die Studie erbrachte, dass Patienten mit erhöhten miRNA-Spiegeln, insbesondere miR-132, miR-140–3p und mir-210 eine deutlich schlechtere Prognose haben und das Risiko binnen vier Jahren an einer kardiovaskulären Erkrankung zu versterben, war in diesen Patienten – auch nach Korrektur auf die bekannte Risikofaktoren, um das 3-fache erhöht. Die Studie konnte damit zeigen, dass einzelne, zirkulierende miRNAs wertvolle Biomarker zur Risikobestimmung darstellen.

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