DZHK Professuren

Die DZHK Professoren auf dem Retreat in Bad Aibling (September 2016)

Sprecher der DZHK-Professoren:

Holger Gerhardt
Tanja Zeller (stellv. Sprecherin)

Michael Joner hat im Oktober 2017 die neue DZHK-W3-Professur für “frühe klinische Studien” am Deutschen Herzzentrum München der Technischen Universität München angetreten. Der Fokus wissenschaftlicher Tätigkeit liegt in der translationalen Evaluierung innovativer Forschungsansätze kardiovaskulärer Erkrankungen mit dem vordergründigen Ziel der Durchführung früher klinischer Studien. Seine Arbeit konzentriert sich auf die Untersuchung der Progression atherosklerotischer Koronarveränderungen sowie deren Untersuchung mittels innovativer molekularer bildgebender Verfahren. Hierbei werden neuartige Ansätze im Tiermodell getestet und anschließend in speziell konzipierten klinischen Studien untersucht. Die stetige Verknüpfung präklinischer Ansätze und klinischer Beobachtungen mittels moderner Mikroskopietechniken und bildgebender Verfahren spielt hierbei eine entscheidende Rolle. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Initiierung früher klinischer Studien zur Untersuchung innovativer Ansätze im Bereich struktureller Herzerkrankungen.

Im Juli 2017 hat Oliver Müller von der Universität Heidelberg die neue DZHK-W2-Professur für „Epigenetics in Cardiac Hypertrophy“ an der Medizinischen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (DZHK-Standort Hamburg/Kiel/Lübeck) angetreten. Er wird dort die Rolle epigenetischer Mechanismen bei der Entstehung und Progredienz von Herzinsuffizienz und Kardiomyopathie untersuchen. Weitere Schwerpunkte seiner translational ausgerichteten Forschungsaktivitäten liegen in der Entwicklung effizienter Vektoren zum kardiovaskulären Gentransfer sowie der Identifizierung und Validierung neuer Zielstrukturen zur Behandlung erworbener oder genetisch bedingter Kardiomyopathien. Übergeordnetes Ziel seiner Arbeiten ist die Entwicklung neuer Ansätze zur Therapie bisher unzureichend behandelbarer Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Im April 2017 hat Jens Fielitz vom Experimental and Clinical Research Center (ECRC), eine Kooperation zwischen der Charité – Universitätsmedizin Berlin und dem Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) in der Helmholtz Gemeinschaft, und der Kardiologie am Herzzentrum Brandenburg, Bernau, die DZHK-W2-Professur für Molekulare Kardiologie am Standort Greifswald angetreten. Seine Forschung adressiert molekulare Mechanismen der kardialen Hypertrophie und deren Übergang in die Herzinsuffizienz. Hierbei fokussiert er sich auf die Regulation der Proteinhomöostase in Kardiomyozyten unter Stress. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt seiner Gruppe liegt in der Untersuchung der Pathophysiologie des inflammationsvermittelten Herz- und Skelettmuskelschadens bei herzinsuffizienten und kritisch kranken Patienten. Sein Ziel ist es neue diagnostische und therapeutische Ansätze für herzinsuffiziente Patienten zu entwickeln.

Christoph Knosalla vom Deutschen Herzzentrum Berlin wurde im Februar 2017 zum DZHK-W2-Professor für Herzinsuffizienzchirurgie an der Charité, Universitätsmedizin Berlin, DZHK Standort Berlin ernannt.  Seine Arbeit konzentriert sich auf der translationalen Erforschung der schweren Herzinsuffizienz  mit dem Ziel organerhaltende Verfahren weiterzuentwickeln und das myokardiale Recovery zu unterstützen.  In den letzten Jahren koordinierte er den Aufbau der DZHK-Biobank am DHZB. Auch bei der Vorbereitung und der Durchführung der DZHK-Studie „Early versus emergency left ventricular assist device implantation in patients awaiting cardiac transplantation (VAD)“ war und ist Prof. Knosalla maßgeblich beteiligt. Zahlreiche weitere Forschungsprojekte sind im Rahmen des DZHK beim DHZB und seinen Partnern in Arbeit oder Vorbereitung.

Tommaso Gori wurde im September 2016 zum DZHK-W3-Professor für “Myocardial and Vascular Interactions” an der Universitätsmedizin Mainz, DZHK Standort Rhein-Main, ernannt. Seine Forschung konzentriert sich auf das Gebiet der interventionellen Kardiologie, der invasiven Bildgebung und der Endothelfunktion. Die geplanten Projekte umfassen kleinere mechanistische Studien, Versorgungsforschung, multizentrische Register und klinische Studien sowie die Mitarbeit an drei großen Kohorten-Studien.

Im März 2016 hat Reinier Boon vom Standort RheinMain die DZHK-W2-Professur für RNA Therapeutika am Institut für Kardiovaskuläre Regeneration angetreten. Er wird die Rolle von nicht-kodierenden RNAs und deren möglichen therapeutischen Einsatz experimentell untersuchen. Ein besonderer Forschungsschwerpunkt seiner Gruppe liegt in der Analyse der Rolle von nicht-kodierenden RNAs in der Alterung das Kardiovaskulären Systems. Das Ziel dieser Arbeit ist neue RNA-basierte therapeutische Ansätze für Kardiovaskuläre Erkrankungen zu entwickeln.

Zum 1. Februar 2016 wurde Stefan Luther, Leiter der unabhängigen Max-Planck-Forschungsgruppe “Biomedizinische Physik” (W2) am MPI für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen, auf die DZHK-W2-Brückenprofessur "Imaging und Numerical Simulation" am DZHK-Standort Göttingen berufen. Schwerpunkte seiner transitorischen Forschung umfassen die Entwicklung neuer bildgebender Messverfahren und Computer-Modelle des Herzens. Mit deren Hilfe untersucht er die Mechanismen, die der Entstehung und Kontrollen von Herzrhythmusstörungen zu Grunde liegen. Das Ziel seiner Arbeit ist die Entwicklung von neuen Methoden, um lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen schonend und schmerzfrei zu terminieren. 

Georgios Kararigas hat seit November 2015 eine DZHK-W1-Professur für Translationale Geschlechterforschung mit Schwerpunkt Herzinsuffizienz am Institut für Geschlechterforschung in der Medizin an der Charité - Universitätsmedizin Berlin inne. Seine Hauptforschungsschwerpunkte umfassen die Mechanismen der Geschlechtsunterschiede in der kardiovaskulären (Patho-)Physiologie, hormonelle Wirkungen im Herzen, sowie Genexpression und Regulation. Insbesondere beschäftigt er sich mit der Analyse von herzspezifischen regulatorischen Funktionen von Östrogen mit einer Kombination aus computationalen und genomweiten Methoden, in vitro und in vivo Modellen, bei tierischem und humanem Material, sowie die Auswirkungen des Geschlechts auf dieses. Sein Ziel ist die Entwicklung neuer Therapien für Herzinsuffizienz.

Im September 2015 hat Martin Uecker von der University of California, Berkeley (USA) eine DZHK-Professur für Echtzeit-Magnetresonanztomographie (MRT) am Standort Göttingen angetreten. Seine Forschungsaktivitäten liegen im Bereich neuer rechnergestützter Verfahren in der MRT, und erstrecken sich von der grundlegenden Entwicklung neuer MRT-Verfahren, über die praktische Umsetzung und Integration in kommerzielle MRT-Systeme, bis zur Translation in die klinische Praxis. Insbesondere entwickelte er eine neue Technik für Echtzeit-MRT, die am Standort Göttingen in enger Zusammenarbeit von Radiologie, Kardiologie, und dem Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie zu einem diagnostischen Werkzeug vor allem auch für kardiovaskuläre Anwendungen weiterentwickelt und in klinischen Studien evaluiert wird.

Der Standort Rhein/Main hat Eike Nagel (vormals King’s College London) am 1.1.2015 zum DZHK-W3-Professor für Kardiovaskuläre Bildgebung an der Goethe Universität Frankfurt ernannt. Er wird dort ein neues Zentrum für Kardiovaskuläre Bildgebung mit MRT, CT, und PET/CT aufbauen und leiten. Nagel beschäftigt sich intensiv mit der Translation neuer diagnostischer Verfahren in die klinische Routine insbesondere im Bereich der koronaren Herzerkrankung, Kardiomyopathie und Herzversagen (HF-REF, H-PEF). Die Forschung wird lokal in enger Kooperation mit Kardiologie, Radiologie und Nuklearmedizin durchgeführt und möglichst breit in Multizentrische Studien überführt.

Tanja Zeller vom Standort Hamburg/Kiel/Lübeck hat am 1. Oktober 2014 die DZHK-Professur "Genomik und Systembiologie" am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) angetreten. Schwerpunkt ihrer Forschung ist die Identifizierung von molekularen Biomarkern im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen. Hierfür vereint die Arbeitsgruppe von Tanja Zeller molekular-zellbiologische und bioinformatisch-statistisch Methoden mit genetischer und klinischer Epidemiologie zu systemmedizinischen Ansätzen.

Seit September 2014 ist Holger Gerhardt (vormals: Vascular Biology Laboratory , London Research Institute, UK) W3-Professor an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.  Die Professur wird von DZHK und dem Berliner Institut für Gesundheitsforschung (Berlin Institute of Health - BIH) finanziert. Gerhardts Schwerpunkte sind die Dichte und Verzweigung von Blutgefäßen und ihre Anpassung an Stoffwechselvorgänge, was sich - sind diese Prozesse fehlgeleitet – auf Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen auswirkt. 

Der Standort Göttingen hat Stefan Anker (vormals Berlin) am 1. September 2014  zum DZHK-W3-Professur für Innovative Klinische Studien an der Universitätsmedizin Göttingen ernannt. Er ist im Bereich klinische Studien aktiv und befasst sich darüber hinaus mit der Kachexie (starke Abmagerung), die häufig bei Patienten mit schwerer Herzschwäche auftritt. Seine Forschungsgruppe wird in dem neuen DZHK-Forschungsgebäude in Göttingen ihren Sitz haben.

In München hat Oliver Söhnlein (vormals Institut für Pathologie , Academic Medical Centre, Amsterdam, Niederlande) seit 2013 eine W2-Professur Immuntherapie von Gefäßerkrankungen am Institut für Herz-Kreislauf Prävention der Ludwig-Maximilian-Universität inne. Er wird experimentell aktuelle Konzepte untersuchen, das Immun Signalisierung, immunmodulatorische Mechanismen und Mediatoren bei Gefäßerkrankungen mit dem Schwerpunkt auf Arteriosklerose und Plaque-Stabilisierung.

Der Standort Hamburg/Kiel/Lübeck hat Arne Hansen (vormals Hamburg) 2012 auf eine DZHK-W1-Professur für Heart Tissue Engineering am Universitätsklinikum Hamburg Eppendorf berufen. Hansen hat Erfahrung mit menschlichen pluripotenten Stammzellen. Er ist aktiv bei der Entwicklung von künstlichem Herzgewebe für die Modellierung von Herzerkrankungen, präklinisches Arzneimittel-Screening und die Reparatur von krankem Herzgewebe. Die Ziele dieser Forschung gehören zu den wichtigsten Translationszielen des DZHK und sind die Basis für mehrere Kooperationen mit anderen Partnern im DZHK. Es ist geplant, die Professur im Laufe der kommenden Förderperiode zu W2 zu aktualisieren.

Am Standort Heidelberg/Mannheim hat Johannes Backs (vormals Heidelberg) seit 2012 eine DZHK-W3-Professur für Herz-Epigenetik inne. Seine Gruppe wird in dem neuen DZHK-Forschungsgebäude in Heidelberg untergebracht werden. Seine Forschung konzentriert sich auf die Herz-Genom-Umwelt-Interaktionen und zielt auf das Verständnis der regulatorischen epigenetischen Mechanismen ab, die zur Progression und phänotypische Variabilität der Herzmuskelerkrankungen beitragen. Es ist sein Ziel, grundlegende Erkenntnisse in neue epigenetische Therapien und Diagnosetests zu übersetzen .

Der Standort Hamburg/Kiel/Lübeck hat Jeanette Erdmann (vormals Lübeck) 2012 zur DZHK-W3-Professorin für Integrative und Experimentelle Genomik an der Universität Lübeck und zur Direktorin des gleichnamigen Instituts ernannt. Forschungsziel von Jeanette Erdmann ist es, die genetischen Faktoren, die zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen  wie Atherosklerose und Herzinfarkt führen, besser zu verstehen. Ihre Forschung vereint Bioinformatik mit epidemiologischen, klinischen und experimentellen Daten mit dem Ziel, die funktionale Grundlage bereits bekannter Gene zu klären und neue Wege zu identifizieren, wie Krankheiten entstehen. Dieses Wissen soll in neue Therapien umgesetzt werden.