APPROACH-ACS-AF-DZHK7


Apixaban versus Phenprocoumon: oral anticoagulation plus antiplatelet therapy in patients with acute coronary syndrome and atrial fibrillation (APPROACH-ACS-AF-DZHK7)

Die DZHK-Forscher vom Standort München wollen in dieser Studie zwei Therapien vergleichen bei Patienten mit Vorhofflimmern, die zusätzlich einen Herzinfarkt erlitten haben. Die Forscher wollen ermitteln, welche der beiden Therapien zu weniger Blutungen führt.

Patienten mit Vorhofflimmern haben ein erhöhtes Risiko für Schlaganfall oder Embolien und benötigen deshalb auf Dauer Medikamente, welche die Blutgerinnung hemmen, sogenannte orale Antikoagulantien aus der Gruppe der Vitamin-K-Antagonisten. Erleiden solche Patienten einen Herzinfarkt, also einen plötzlichen Verschluss oder eine starke Verengung eines Herzkranzgefäßes, wird eine Herzkatheter-Untersuchung durchgeführt und das Gefäß mit einem Ballon oder einem Stent geweitet. Damit sich keine Blutgerinnsel an dem Stent anlagern, benötigen diese Patienten danach für mehrere Monate eine andere Klasse von gerinnungshemmenden Medikamenten, die sogenannten Plättchenhemmer.

Beide Medikamentenklassen für sich gehen schon mit einem erhöhten Blutungsrisiko einher. Die Leitlinien empfehlen nun als Standardtherapie für Patienten mit Vorhofflimmern und Stent-Implantation eine Dreifach-Medikation (Triple Therapie) bestehend aus Aspirin, Clopidogrel (Plättchenhemmer) und einem oralen Antikoagulans für mehrere Monate. Diese Therapie erhöht jedoch das Blutungsrisiko noch weiter.

Daten aus einer Vorstudie haben gezeigt, dass das Weglassen von Aspirin das Risiko von Blutungen verringert, ohne das Auftreten von erneuten Blutgerinnseln im Kreislaufsystem zu erhöhen. Darüber hinaus zeigen die kürzlich eingeführten „Neuen oralen Antikoagulantien“ (NOAKs) im Vergleich zu den klassischen Vitamin-K-Antagonisten weniger Blutungsereignisse bei Patienten mit Vorhofflimmern.

Die Forscher postulieren deshalb, dass eine Zweifachtherapie, bestehend aus Apixaban (gehört zur Gruppe der NOAKs) und Clopidogrel, im Vergleich zur herkömmlichen Dreifach-Therapie mit Aspirin, Clopidogrel und einem Vitamin-K-Antagonisten signifikant geringere Blutungsraten aufweisen sollte, ohne dass erneut Gefäßverschlüsse innerhalb von 6 Monaten nach der Intervention auftreten.

Hier kommen Sie zur Homepage der Studie https://approach.dzhk.de/

Leitende Wissenschaftler
Reza Wakili, Steffen Massberg (München)

Medizinische Einrichtung
Klinikum der Universität München

Stichwörter
akutes Koronarsyndrom, Vorhofflimmern, Dreifachkombinationstherapie, orale Antikoagulation, neue orale Antikoagulanzien (NOAC)

Rekrutierungsbeginn
07/2016

Probanden (geplant)
400

Probanden (rekrutiert)
367

ClinicalTrials.gov

Kategorie
Leitlinien-relevante Studie

Status
DZHK-Studie

Operativer Kontakt
Studienzentrale - Frau Dr. Antonia Kellnar
(Approach@med.uni-muenchen.de)