Decipher HFpEF-DZHK12


Validation of Cardiovascular Magnetic Resonance against Invasive Haemodynamics in Patients with Heart Failure with Preserved Ejection Fraction (Decipher HFpEF-DZHK12)

Die Studie DECIPHER HFpEF hat das Ziel, die Erkrankung der diastolischen Herzschwäche mithilfe der Magnetresonanztomographie (MRT) besser zu diagnostizieren und damit auch die Ursachen besser zu erforschen. Ein positives Ergebnis der Studie könnte die Leitlinien für die Diagnostik der HFpEF (Heart failure with preserved ejecton fraction) verändern.

Bei dieser Form der Herzschwäche ist die linke Herzkammer steif und wird nicht adäquat mit Blut gefüllt. Sie ist mit derzeit eingesetzten nicht-invasiven Methoden, wie einer Ultraschalluntersuchung, schwierig zu messen und wird oft erst spät erkannt. Die Studie vergleicht die Daten der Herz-MRT mit den Ergebnissen des bisherigen Goldstandards in der Diagnostik der HFpEF, der invasiven Hämodynamik, bei der die Patienten mit einem Herzkatheter untersucht werden. Um ein umfassendes Bild über die Aussagekraft der Herz-MRT zu erlangen, werden die MRT-Messungen auch mit den Ergebnissen aus Ultraschalluntersuchungen und Analysen von Gewebeproben des Herzmuskels verglichen.

Mithilfe der Herz-MRT soll abgeklärt werden, warum die Erkrankung entsteht. Ist die Ursache der Herzschwäche geklärt, kann gezielter über den Therapieansatz entschieden werden. Denn das Problem, das einer diastolischen Herzschwäche zugrunde liegt, kann sehr unterschiedlich sein. So kommt dafür zum Beispiel eine Herzmuskelentzündung ebenso in Frage wie eine Verdickung des Herzmuskels oder eine verminderte Durchblutung durch Veränderungen kleinster Blutgefäße.

In den letzten Jahren entwickelte MRT-Verfahren ermöglichen es, diese Parameter zu beurteilen. Erstmals werden sie in dieser Studie in einer kombinierten Untersuchung zusammengeführt. Denn anders als bei einer Ultraschalluntersuchung kann man mit diesen neuen Verfahren im MRT nicht nur die Füllung der Herzkammer und den Durchfluss messen, sondern zum Beispiel auch sehen, ob der Herzmuskel entzündet ist, eine krankhafte Vermehrung des Bindegewebes vorliegt oder die kleinen Gefäße verändert sind.

Für aussagekräftige therapeutische Studien ist es entscheidend, die verschiedenen Patienten-Untergruppen auseinanderhalten halten zu können. DECIPHER HFpEF-DZHK12 will hierfür die Basis legen. Sie ist die weltweit erste multizentrische Studie zur Diagnostik der diastolischen Herzschwäche. An ihr beteiligen sich Frankfurt am Main, die DZHK-Standorte Berlin, Heidelberg und Göttingen.

Hier kommen Sie zur Homepage der Studie http://www.cardiac-imaging.org/decipher--hfpef.html

Leitende Wissenschaftler
Eike Nagel (Frankfurt)

Medizinische Einrichtung
Universitätsklinikum Frankfurt

Stichwörter
Herzinsuffizienz, kardiovaskuläre Magnetresonanzbildgebung, Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion

Rekrutierungsbeginn
01/2018

Probanden (geplant)
185

Probanden (rekrutiert)
74

ClinicalTrials.gov

Kategorie
Frühe klinische Studie

Status
DZHK-Studie

Operativer Kontakt:
Studienzentrale - Herr Prof. Eike Nagel
(eike.nagel@cardiac-imaging.org)