FAIR-HF2-DZHK5


Intravenous iron in patients with systolic heart failure and iron deficiency to improve morbidity and mortality (FAIR-HF2-DZHK5)

Verschiedene Studien besagen, 35 bis 60 Prozent der Herzschwäche-Patienten einen Eisenmangel als Begleiterkrankung haben. Eisenmangel führt zu zwei Problemen: Zum einen ist Eisen essentiell für die Energiegewinnung der Körperzellen, zum anderen können die Blutzellen nicht genügend Sauerstoff transportieren. Es kommt deshalb zu Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwäche. Der Organismus wird allgemein anfälliger für Krankheiten.

Die FAIR-HF2-Studie will herausfinden, ob eine Therapie mit intravenös verabreichter Eisencarboxymaltose die Überlebenschancen von Herzschwäche-Patienten mit nachgewiesenem Eisenmangel verbessert und die Zahl der Krankenhausaufenthalte verringert. Vorläuferstudien konnten bereits zeigen, dass sich bei Eisenmangel-Patienten die Symptome der Herzschwäche und die Lebensqualität verbessern, wenn man den Eisenmangel ausgleicht. Es gibt auch Hinweise darauf, dass die Häufigkeit der Herzschwäche-bedingten Krankenhausaufenthalte mit einer Eisentherapie bei diesen Patienten gesenkt werden kann. Die FAIR-HF2 Studie soll dies nun unter randomisierten, Placebo-kontrollierten Bedingungen untersuchen.

Es werden 1.200 Patienten mit einer mindestens mittelschweren Herzschwäche eingeschlossen. Innerhalb der Studie werden die Patienten in zwei Gruppen eingeteilt. Die erste Gruppe bekommt Infusionen mit Eisencarboxymaltose, die zweite Gruppe erhält Kochsalzinfusionen. Infusionen mit Eisencarboxymaltose werden sehr gut vertragen und das darin enthaltene Eisen kann rasch vom Körper aufgenommen werden. Eisencarboxymaltose ist ein sogenanntes Hochdosis-Präparat. Maximal zwei Infusionen reichen zum vollständigen Auffüllen der Eisenspeicher aus, weshalb die Forscher dieses Präparat gewählt haben. Die Forscher gehen aber von einem Klasseneffekt aus, was bedeutet, dass die Ergebnisse sich vermutlich auch auf andere intravenös verabreichte Eisenpräparate übertragen lassen werden.

Sollte sich die Hypothese bestätigen, dass die Eisentherapie das Leben von Herzschwäche-Patienten verlängert, und die Zahl der Krankenhausaufenthalte reduziert, wird dies in die Therapieleitlinien eingehen. Jeder Patient mit Herzschwäche und Eisenmangel sollte dann eine entsprechende intravenöse Therapie bekommen, was bislang nicht zwingend der Fall ist. Für einen großen Teil der Herzschwächepatienten würde sich die Prognose erheblich verbessern.

Hier kommen Sie zur Homepage der Studie https://fair-hf2.dzhk.de/

Leitende Wissenschaftler
Mahir Karakas (Hamburg), Stefan Anker (Berlin)

Medizinische Einrichtung
Universitäres Herzzentrum Hamburg-Eppendorf, Klinik und Poliklinik für Allgemeine und Interventionelle Kardiologie

Stichwörter
systolische Herzinsuffizienz, Eisenmangel, Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Ejektionsfraktion

Rekrutierungsbeginn
03/2017

Probanden (geplant)
1200

Probanden (rekrutiert)
330

ClinicalTrials.gov

Kategorie
Leitlinien-relevante Studie

Status
DZHK-Studie

Operativer Kontakt
Studienzentrale - Herr PD Dr. med. Mahir Karakas
(fair-hf2@dzhk.de)