METRIS-HF-DZHK18


Effect of Metformin in insulin resistant patients with heart failure with reduced ejection fraction (METRIS-HF-DZHK18)

Rund 70 Prozent der Patienten mit einer Herzschwäche haben eine Insulinresistenz. Sind Zellen insulinresistent, ist ihr Energiestoffwechsel gestört. Zucker, aber auch Fette, werden nicht mehr gut aufgenommen und genutzt. Davon sind auch die Herzmuskelzellen betroffen. Mit der METRIS-HF-DZHK18 Studie möchten die Wissenschaftler herausfinden, ob über einen verbesserten Energiestoffwechsel die Effizienz des Herzens bei Herzschwäche-Patienten wieder gesteigert werden kann. Die Herzschwäche-Patienten erhalten 24 Wochen lang den Arzneistoff Metformin, der die Insulinsensitivität der Zellen verbessert und somit auch ihre Fähigkeit, Zucker aufzunehmen und daraus Energie zu gewinnen.

Im Vergleich zu herkömmlichen Therapieansätzen der Herzschwäche greifen die Forscher mit Metformin direkt in den Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen ein, bevor es zu einer geschwächten Pumpfunktion kommt. Sie verbessern damit den Energiestoffwechsel der Herzmuskelzellen und hoffen, dass mit der gestiegenen Energieversorgung auch wieder die Kraft der Zellen sich zu kontrahieren und zu pumpen zunimmt. Mit der Behandlung der Insulinresistenz wird hier erstmals ein Mechanismus zur Verbesserung der Energieeffizienz der Herzmuskelzellen mit einem gut etablierten Arzneistoff untersucht.

Die Wirkung von Metformin wird auf mehreren Ebenen gemessen: 1. Verbesserte Pumpfunktion des Herzmuskels anhand der Magnetresonanztomographie (MRT), 2. Untersuchung verschiedener Stoffwechselaspekte, 3. Auswirkung von Metformin auf die Herzmuskulatur sowie auf den Fett- und Zuckerstoffwechsel, 4. Messung der Leistungsfähigkeit der Patienten anhand eines 6-Minuten-Gehtests sowie körperlicher Untersuchungen und 5. Beurteilung der Lebensqualität.

Sollte sich zeigen, dass Metformin die Funktionsfähigkeit des Herzens und damit die Beschwerden bei Herzschwäche-Patienten verbessert, dann eröffnen sich damit ganz neue Therapiemöglichkeiten für die Erkrankung.

Hier kommen Sie zur Homepage der Studie https://metris-hf.dzhk.de/.

Leitende Wissenschaftler
Wolfram Döhner (Berlin), Burkert Pieske (Berlin), Tim Friede (Göttingen)

Medizinische Einrichtung
Charité - Universitätsmedizin Berlin

Stichwörter
Herzinsuffizienz mit eingeschränkter Ejektionsfraktion, Herzinsuffizienz, funktionale Kapazität

Rekrutierungsbeginn
09/2018

Probanden (geplant)
88

Probanden (rekrutiert)
32

ClinicalTrials.gov

Kategorie
Frühe klinische Studie

Status
DZHK-Studie

Operativer Kontakt
Studienzentrale
Frau Dr. Antje Meyer
(metris-hf@charite.de)