Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Syda Productions/stock.adobe.com

„An apple a day keeps the doctor away“ – dieses Sprichwort bringt auf den Punkt, was mit Prävention gemeint ist: Es geht darum, Krankheiten vorzubeugen, damit sie gar nicht erst entstehen. Menschen die gesund sind, können beispielsweise durch einen guten Lebensstil etwas dafür tun, dass dies so bleibt. Bestimmte Faktoren, wie ein erhöhter Blutdruck oder hohe Cholesterinwerte, können das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen vergrößern. Menschen mit solchen Risikofaktoren können jedoch gezielt vorbeugen, damit Herz und Kreislauf gesund bleiben.

Unsere Ernährungs- und Lebensgewohnheiten nehmen einen besonderen Stellenwert in der Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein. Eine gesunde Lebensweise hält nicht nur gesund, sondern wirkt sich auch positiv auf die Herz-Kreislauf-Risikofaktoren Körpergewicht, Blutdruck, Blutfettwerte und Diabetes mellitus aus. Es lohnt sich also doppelt. Die besondere Chance liegt darin, dass jeder einzelne seine Prävention aktiv mitgestalten kann. 

Die vier wichtigsten Schutz-Faktoren:

1. Nicht-Rauchen

Rauchen ist nachweislich ein starker Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit dem Rauchen aufzuhören, verringert nicht nur das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, sondern auch für andere Erkrankungen wie Krebs oder Atemwegserkrankungen.

Informationen und Unterstützung beim Rauch-Stopp bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung: https://www.rauchfrei-info.de/

2. Gesunde Ernährung

Ausgewogen und abwechslungsreich ist die Maxime für eine gesunde Ernährung. Das Herz freut sich besonders, wenn viel Vollkornprodukte, Gemüse und Obst auf den Tisch kommen. Günstig ist auch weniger Fleisch und dafür regelmäßig Fisch zu essen, sowie möglichst pflanzliche anstelle von tierischen Fetten zu wählen. 

Ausführlichere Informationen geben diese Links:

3. Ausreichend Bewegung

Regelmäßige körperliche Aktivität beugt Herz-Kreislauf-Erkrankungen vor, steigert die Fitness und die geistige Gesundheit. Aktuelle Studien des DZHK-Wissenschaftlers Professor Martin Halle zeigen, dass hier schon wenig Bewegung im Vergleich zu gar keiner Bewegung etwas bewirken kann. Es muss also nicht gleich eine regelmäßige 30-minütige Joggingrunde sein. Schon tägliche kurze Spaziergänge, bei denen man für sieben bis acht Minuten zügig geht, senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 20 Prozent. Mehr Informationen, wieviel Bewegung es sein sollte, welche Sportarten bei bestehenden Herzerkrankungen geeignet sind und wie schon der Alltag mit mehr Bewegung angereichert werden kann, liefert die Deutsche Herzstiftung: https://www.herzstiftung.de/Bewegung-im-Alltag.html

4. Gutes Stress-Management

Typische Stressauslöser im Alltag sind zum Beispiel Zeit- und Leistungsdruck, Lärm oder Probleme in der Familie. Wird Stress zu einer Dauerbelastung, kann das auch körperliche Folgen haben, zum Beispiel Blutdruckanstieg oder beschleunigter Herzschlag, die der Herzgesundheit schaden können. Zudem kann Stress ungünstige Lebensgewohnheiten fördern (mehr Essen, höherer Zigaretten- oder Alkoholkonsum). Die Psychokardiologie, ein Fachbereich der Medizin, erforscht die Wechselwirkungen zwischen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und psychischen Belastungen wie Stress bzw. psychischen Erkrankungen, zum Beispiel Depressionen. Weitere Informationen, Adressen und Links zu diesem Thema bietet das Informationsportal Psychokardiologie: http://www.psychokardiologie.org

Auch die meisten Krankenkassen halten Informationen über Stress und hilfreiche Methoden für wirkungsvolles Stressmanagement bereit.