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Neues Gebäude für Herz-Kreislaufforschung in München

In München entsteht ein Neubau, an dem zukünftig Herz-Kreislauf-Erkrankungen erforscht werden. Hier sollen in drei Jahren aussichtsreiche Therapien in Großtiermodellen erprobt werden. Denn damit aus Erkenntnissen der Grundlagenforschung neue Therapie- oder Diagnosemöglichkeiten für Patienten werden, sind teilweise auch Tierversuche nötig.

Im September erfolgte der Spatenstich zum Neubau, Ende 2024 soll das neue Forschungszentrum fertig sein. | © LMU Klinikum
© doranth post architekten

Auf dem Campus Großhadern/Martinsried des Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU-Klinikum) starteten am 22. September die Bauarbeiten für das „Interfaculty Center for Endocrine and Cardiovascular Disease Network Modelling and Clinical Transfer“ , kurz: ICON. Auf einer Gesamtfläche von 6.823 m² sollen insbesondere neue Diagnose- und Therapieverfahren für endokrin-metabolische und kardiovaskuläre Erkrankungen in genetisch veränderten Großtieren erprobt werden. Die Fertigstellung des Baus ist für Ende 2024 geplant. Der erste Spatenstich wurde im Beisein des bayerischen Wissenschaftsminister Bernd Sibler und der für Bau zuständigen Ministerin Kerstin Schreyer gesetzt. Die Baukosten tragen der Bund und der Freistaat Bayern.

DZHK-Vorstandsmitglied Prof. Dr. Steffen Massberg vom LMU Klinikum: „Die Übertragung grundlagenwissenschaftlicher Erkenntnisse in eine neue Therapieform zum Wohl unserer Patientinnen und Patienten ist noch immer ein sehr langwieriger und vor allem ineffizienter Prozess. ICON wird uns das erforderliche interdisziplinäre Umfeld bieten, um neue Verfahren zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen insbesondere auch aus den Bereichen Zell- und Gentherapie rascher in die klinische Anwendung bringen zu können.“

Die Forscher in ICON werden räumliche und inhaltlich eng angebunden an das LMU Klinikum und dessen Early Clinical Trial Unit arbeiten.

Quelle: Pressemitteilung LMU Klinikum