Das Deutsche Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung (DZHK) sucht eine zweite zentrale Biobank für die Bioprobenressource seiner Heart Bank. Sie soll künftig im Rahmen des Havariekonzepts einen Teil der Bioproben lagern und gemeinsam mit der BIOBANK Universitätsmedizin Greifswald verwalten. Bewerben können sich Biobanken an universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Deutschland. Die Frist endet am 31. Dezember 2026.
In der DZHK Heart Bank werden Bioproben aus klinischen DZHK-Studien zusammen mit den zugehörigen Daten für die Herz-Kreislauf-Forschung bereitgestellt. Der Bestand umfasst derzeit rund 350.000 Probengefäße. Er wird bislang zentral in Greifswald gelagert. Künftig soll eine zweite Biobank etwa die Hälfte des Bestands übernehmen. Die Verteilung auf zwei Standorte sichert die Sammlung zusätzlich ab und soll Forschenden einen zuverlässigen Zugang zu den Proben ermöglichen.
Die gesuchte Biobank übernimmt die Einlagerung und Verwaltung der Proben an ihrem Standort. Bei Bedarf sendet sie Proben nach Greifswald zurück, wo die Herausgabe für Forschungsprojekte organisiert wird. Beide Biobanken arbeiten außerdem bei der Qualitätssicherung und der Weiterentwicklung der DZHK Heart Bank zusammen.
Die Förderung der zweiten Biobank ist zunächst für zwei Jahre vorgesehen. Sie beginnt am 1. September 2027 und umfasst max. bis zu 400.000 Euro. Voraussetzung für eine Bewerbung sind unter anderem ausreichende Lagerkapazitäten bei minus 80 Grad Celsius, ein Konzept zur Ausfallsicherung und ein belastbares Konzept zum Qualitätsmanagement.
Interessierte Biobanken reichen ihre Vorhabensbeschreibung und einen tabellarischen Finanzplan bis zum 31. Dezember 2026 über das Grant Management System des DZHK ein. Wer noch kein Nutzerkonto hat, sollte die Registrierung bis spätestens 1. Dezember 2026 unter gms@dzhk.de beantragen.
Weitere Informationen:
Verfahrens- und Förderrichtlinie sowie Vorlage für die Vorhabensbeschreibung