Fokusbereiche
Das DZHK bündelt in seiner Forschungsstrategie 2026-2030 sechs Fokusbereiche. Jeder Bereich greift eine zentrale Herausforderung der Herz-Kreislauf-Medizin auf und verknüpft molekulare Mechanismen mit klinischen Fragestellungen. So entsteht ein direkter Weg von der Grundlagenforschung bis zur Anwendung in Studien und Therapie.
Termine
Cardiovascular Ageing
23.02.2026, online
Precision Management of Cardiomyopathies
27.02.2026, 10:00-12:00 Uhr, online
Immunocardiology
26.-27.03.2026, Heidelberg
Präzisionsmedizin bei Kardiomyopathien
Kardiomyopathien sind eine sehr heterogene Krankheitsgruppe. Wir untersuchen genetische und molekulare Ursachen, entwickeln präzisere Diagnosen und schaffen Grundlagen für individuell angepasste Behandlungsstrategien. Ziel ist es, Patient:innen passgenauer zu behandeln und neue therapeutische Ansätze schneller in die Klinik zu bringen.
Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF)
HFpEF ist eine der häufigsten Formen der Herzschwäche, aber bisher kaum therapierbar. Wir charakterisieren Patientengruppen genauer, erforschen zugrunde liegende Mechanismen und entwickeln diagnostische Werkzeuge, die eine gezieltere Behandlung ermöglichen sollen. Damit leisten wir einen Beitrag, neue Therapieoptionen für diese große Patientengruppe zu schaffen.
Immunkardiologie
Das Immunsystem spielt bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine zentrale Rolle. Chronische Entzündungen fördern Gefäßschäden, Herzschwäche oder Rhythmusstörungen. Wir erforschen, wie Immunzellen und Signalwege mit Herz und Gefäßen interagieren, und prüfen Strategien, entzündliche Prozesse gezielt zu beeinflussen, ohne die körpereigene Abwehr zu schwächen.
Regeneration des Herzens
Das Herz kann sich nach Schädigungen nur begrenzt erholen. Wir entwickeln Konzepte, wie Herzgewebe repariert oder ersetzt werden kann – von der Aktivierung körpereigener Regenerationsmechanismen bis zu biotechnologisch erzeugten Geweben. Diese Forschung soll langfristig Wege eröffnen, verlorene Herzfunktion wiederherzustellen.
Kardiovaskuläres Altern
Mit zunehmendem Alter verändern sich Herz und Gefäße tiefgreifend. Diese Prozesse tragen maßgeblich zu Herzschwäche, Rhythmusstörungen oder Gefäßverkalkung bei. Wir analysieren die biologischen Mechanismen des Alterns, identifizieren Risikofaktoren und entwickeln präventive sowie therapeutische Ansätze, um Herz und Kreislauf länger gesund zu halten.
Herz-Hirn-Interaktion
Herz und Gehirn beeinflussen sich wechselseitig – etwa bei Schlaganfall, Herzrhythmusstörungen oder Herzschwäche. Wir erforschen die zugrunde liegenden Mechanismen, entwickeln Methoden zur besseren Diagnostik und leiten daraus neue Strategien für Prävention und Therapie ab. Damit wollen wir die Behandlung komplexer Erkrankungen verbessern, die beide Organe betreffen.