Der chirurgische Aortenklappenersatz, der seit den 1970er Jahren durchgeführt wird, gilt als Goldstandard in der Therapie der Aortenklappenstenose. Der kathetergestützte Aortenklappenersatz ist dem chirurgischen Aortenklappenersatz allerdings auch bei jüngeren Niedrigrisikopatientinnen und -patienten ebenbürtig. Dies zeigt die Einjahresauswertung der DEDICATE-DZHK6-Studie unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Blankenberg am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf und 37 weiteren deutschen Herzzentren. In diesem Zeitraum traten nach dem Eingriff in der Kathetergruppe mit 47 Prozent halb so viel Todesfälle und Schlaganfälle auf wie in der chirurgischen Gruppe. Das Durchschnittsalter der 1.414 Patientinnen und Patienten war 74, was für das Krankheitsbild der Aortenklappenstenose als jung gilt. Eine Besonderheit der Studie war, dass sie keine Vorgaben zur Auswahl der verschiedenen, verfügbaren Prothesenmodelle machte - die Behandlungsteams konnten dies selbst entscheiden. Die industrieunabhängige Studie, die dem Forschungsprogramm des DZHK angehört, ist die erste in Deutschland, die von den Fachgesellschaften für Kardiologie und Herzchirurgie gemeinsam konzipiert wurde, und wurde im New England Journal of Medicine veröffentlicht.
Link zur Publikation:
Transcatheter or Surgical Treatment of Aortic-Valve Stenosis (Blankenberg et al., 2024)
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Kathetergestützter und chirurgischer Aortenklappenersatz ebenbürtig