Computational modelling of myocardial metabolism in patients with advanced heart failure (Eur J Heart Fail)

DZHK-Autor:innen: Niklas Beyhoff, Vera M. Braun, Christoph Knosalla, Evgenij Potapov, Ulrich Kintscher, Tilman Grune, Titus Kühne, Philipp Mertins

Störungen des Herzstoffwechsels sind ein zentrales Merkmal der Herzinsuffizienz (HF), beim Menschen aber nur begrenzt messbar. Diese Studie prüfte, ob patientenspezifische Computermodelle des Myokardstoffwechsels individuelle Muster erfassen und deren klinische Bedeutung bewerten können. Aus Enzymkonzentrationen von 136 Herzbiopsien (HF-Patienten und Kontrollen) wurden personalisierte Modelle erstellt, die unterschiedliche Substratverfügbarkeit und Belastung simulierten und auf ihre Vorhersagekraft nach LVAD-Implantation getestet wurden. Dabei zeigte sich eine Subgruppe mit fortgeschrittener HF, deren Stoffwechsel trotz schwerer Dysfunktion weitgehend erhalten war. Die Art der Substratnutzung hing eng mit der Erholung nach LVAD-Therapie zusammen. Die computergestützte Analyse könnte helfen, die Heterogenität der HF besser zu verstehen, Risiken individueller einzuschätzen und Therapien gezielter zu planen.


Link zur Publikation: Computational modelling of myocardial metabolism in patients with advanced heart failure (Beyhoff N. et al., Eur J Heart Fail, 2025)