Oktober 2015

High salt reduces the activation of IL-4– and IL-13–stimulated macrophages. J Clin Invest. 2015. doi:10.1172/JCI80919 | DZHK-Autoren: Hübner, Müller

Zuviel Salz in der Nahrung gilt als Mitverursacher von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronischen Krankheiten, Autoimmunerkrankungen sowie Krebs. Welche Mechanismen dahinterstecken, ist aber noch weitgehend unklar. Als gesichert gilt, dass das Immunsystem in diese Prozesse involviert ist und Immunzellen auch bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Forscher um Prof. Dominik Müller vom DZHK-Standort Berlin berichten im Journal of clinical investigation, dass eine salzreiche Ernährung bestimmte Fresszellen (Makrophagen) des Immunsystems schwächt, deren Aufgabe es unter anderem ist, Entzündungen im Körper zu bekämpfen. Im Experiment führte das bei Nagern zu verzögerter Wundheilung. Dass Salz über andere molekulare Mechanismen auch T-Zellen und pro-entzündliche M1 Makrophagen ankurbelt, zeigen frühere Studien der Forscher. Sie schlussfolgern daraus, dass Salz und das Immunsystem ein komplexes System bilden und Krankheiten entstehen können, wenn dieses System aus dem Gleichgewicht gerät.

 

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