Blutplättchen (Thrombozyten) sind wichtig für die Wundheilung. Eine zu geringe Anzahl verursacht Blutungen, eine Überproduktion Thrombosen. Daher ist die Konstanthaltung der Thrombozytenzahl entscheidend. Thrombozyten werden von Megakaryozyten (MKs) gebildet. Forschende des LMU-Klinikums und des Biomedizinischen Zentrums (BMC) haben entdeckt, dass plasmazytoide dendritische Zellen (pDCs) die Reifung neuer MKs und damit die Thrombozytenbildung steuern. Die gezielte Beeinflussung der pDC-gesteuerten Megakaryopoese bietet demnach Möglichkeiten zur Steigerung oder Unterdrückung der Thrombozytenproduktion in verschiedenen klinischen Szenarien. Die Forschenden erhoffen sich durch diese Erkenntnisse neue Therapiemöglichkeiten für Covid-19 und andere Erkrankungen, welche mit einer deregulierten Blutplättchen-Produktion einhergehen. Die Erkenntnisse wurden im Fachmagazin Nature veröffentlicht.
Link zur Publikation:
Plasmacytoid dendritic cells control homeostasis of megakaryopoiesis (Gaertner et al., 2024)
Link zur Pressemitteilung:
Immunzellen überwachen die Blutplättchen-Reifung im Knochenmark