SLC4A3-related short QT syndrome assessed in human induced pluripotent stem cell-derived cardiomyocytes: mechanisms of ventricular arrhythmia and sudden cardiac death (Eur Heart J)

DZHK-Autoren: Zenghui Meng, Chen Yan, Christina Hölscher, Lukas Cyganek, Xuehui Fan, Xinhao Lei, Feng Liu, Zongqian Xue, Xiaobo Zhou, Ibrahim Akin

Das Short-QT-Syndrom ist eine seltene erbliche Herzerkrankung, die schwere Herzrhythmusstörungen und plötzlichen Herztod verursachen kann. Forschende untersuchten zwei neu identifizierte Varianten des Gens SLC4A3 anhand von Herzmuskelzellen, die aus induzierten pluripotenten Stammzellen betroffener Patienten hergestellt wurden.

Sie konnten zeigen, dass die Genveränderungen den pH-Wert in den Herzmuskelzellen erhöhen und dadurch deren elektrische Eigenschaften verändern. Die Aktionspotenziale waren verkürzt und Rhythmusstörungen traten häufiger auf. Eine Korrektur der Genvarianten mittels CRISPR/Cas9 bestätigte den ursächlichen Zusammenhang.

In den Zellmodellen verlängerten die Antiarrhythmika Quinidin und Sotalol die Aktionspotenziale und reduzierten arrhythmische Ereignisse. Die Ergebnisse erklären einen Mechanismus des SLC4A3-bedingten Short-QT-Syndroms und könnten dazu beitragen, gezieltere Behandlungsstrategien für Betroffene zu entwickeln.


Link zur Publikation: Meng Z, Kovacs B, Yan C, et al. SLC4A3-related short QT syndrome assessed in human induced pluripotent stem cell-derived cardiomyocytes: mechanisms of ventricular arrhythmia and sudden cardiac death. Eur Heart J. 2026;47(23):2982–2998. doi: 10.1093/eurheartj/ehag068