Immunkardiologie

Entzündungen spielen bei vielen Herz-Kreislauf-Erkrankungen eine entscheidende Rolle, doch gezielte Therapien stehen bisher kaum zur Verfügung. Der Fokusbereich untersucht die Mechanismen des Immunsystems und entwickelt Strategien, um fehlgeleitete Prozesse zu erkennen und therapeutisch zu beeinflussen.

Warum dieser Bereich wichtig ist

Ob Herzinfarkt, Herzschwäche oder Rhythmusstörungen – oft tragen entzündliche Prozesse wesentlich zur Entstehung und zum Fortschreiten der Erkrankung bei. Bisherige Behandlungen greifen diese Mechanismen jedoch nur unspezifisch an, was Wirkung und Nebenwirkungen schwer kontrollierbar macht. Ein besseres Verständnis der Immunreaktionen ist daher Voraussetzung für neue, gezielte Therapien.

Unser Forschungsansatz

Wir erforschen, wie Immunzellen, Signalwege und entzündliche Botenstoffe das Herz und die Gefäße beeinflussen. Dabei werden molekulare Analysen mit klinischen Daten verknüpft, um krankheitsspezifische Muster zu erkennen. Ziel ist es, Untergruppen von Patient:innen zu identifizieren, die besonders von immunmodulierenden Behandlungen profitieren könnten.

Parallel dazu entwickeln wir Modelle, die Immunreaktionen am Herzen realistisch abbilden. Sie ermöglichen es, vielversprechende Wirkstoffe zu prüfen, bevor sie in klinische Studien gehen. So schaffen wir die Grundlage für Therapien, die präziser wirken und die Abwehrkräfte nicht schwächen.

Sprecher:innen

  • Forian Leuschner, Heidelberg/Mannheim
  • Konstantin Stark, München
  • Tanja Zeller, Nord

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focusareas@dzhk.de