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Erforschung von Herzkrankheiten und angeborenen Stoffwechselerkrankungen unter einem Dach


Das Universitätsklinikum Heidelberg feierte Richtfest des neuen Laborgebäudes Analysezentrum III - in das auch DZHK-Labors einziehen werden - und würdigte das großzügige Engagement der Klaus Tschira Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung

Das Universitätsklinikum Heidelberg hat das Richtfest seines neuen Laborgebäudes Analysezentrum III begangen. Dort werden im kommenden Jahr Labors zur Erforschung von Herzkrankheiten und angeborenen Stoffwechselerkrankungen ihre Arbeit aufnehmen. Im „Klaus Tschira Institute for Integrative Computational Cardiology“, dessen Errichtung die Klaus Tschira Stiftung mit 5,9 Millionen Euro finanziert, befassen sich Mediziner, Molekularbiologen, Bioinformatiker und Mathematiker mit den genetischen Grundlagen von Herzmuskelerkrankungen. Im „Dietmar Hopp Stoffwechselzentrum“ werden Diagnostik und Erforschung von angeborenen Stoffwechselerkrankungen europaweit einzigartig auf höchstem Niveau betrieben; Bau und Laborausstattung werden von der Dietmar Hopp Stiftung mit 9 Millionen Euro getragen.

Beim Richtfest sprach der Leitende Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg, Professor Dr. Guido Adler, traditionell den Handwerkern und Bauverantwortlichen den Dank des Bauherren aus für die raschen Fortschritte beim Bau. Er würdigte zudem das äußerst großzügige Engagement beider Stiftungen, das die Errichtung des Laborgebäudes ermöglicht habe.
Das neue Analysezentrum III gehört zum modernen Laborkomplex des Universitätsklinikums, in dem die wichtigsten Analysemethoden des Klinikums an einem Standort vereint sind. Die Gesamtkosten des Gebäudes, das über rund 3.900 Quadratmeter Nutzfläche verfügt, betragen rund 17,6 Millionen Euro. Insgesamt werden ca. 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dem vierstöckigen Komplex tätig sein.

Das Dietmar Hopp Stoffwechselzentrum des Zentrums für Kinder- und Jugendmedizin (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Georg Hoffmann) ist im Erdgeschoss sowie im ersten Stock untergebracht. Das „Klaus Tschira Institute for Integrative Computational Cardiology“ und die Labors des DZHK (Deutsches Zentrum für Herz-Kreislauf-Forschung) befinden sich im Untergeschoss sowie auf der zweiten und dritten Etage. Sie gehören zur Abteilung Kardiologie, Angiologie und Pneumologie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg (Ärztlicher Direktor: Professor Dr. Hugo Katus) bzw. werden federführend von ihr betreut.

Über die Klaus Tschira Stiftung
Die Klaus Tschira Stiftung (KTS) fördert Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik und möchte zur Wertschätzung dieser Fächer beitragen. Das bundesweite Engagement beginnt im Kindergarten und setzt sich in Schulen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen fort.Die Klaus Tschira Stiftung gemeinnützige GmbH wurde 1995 von dem Physiker Klaus Tschira gegründet. Sie gehört zu den größten gemeinnützigen Stiftungen Europas, die mit privaten Mitteln ausgestattet wurden. Sitz der Stiftung ist die Villa Bosch in Heidelberg. Die Stiftung ist sowohl operativ als auch fördernd tätig.

Über die Dietmar Hopp Stiftung
Die Dietmar Hopp Stiftung wurde 1995 gegründet, um die Umsetzung gemeinnütziger Projekte zu ermöglichen. Das Stiftungsvermögen besteht aus SAP-Aktien, die Dietmar Hopp aus seinem privaten Besitz eingebracht hat. Seit ihrer Gründung hat die Stiftung, die zu den größten Privatstiftungen Europas zählt, rund 330 Millionen Euro ausgeschüttet. Gefördert werden gemeinnützige Projekte aus den Bereichen Sport, Medizin, Soziales und Bildung. Um kraftvoll und nachhaltig Nutzen in den vier Förderbereichen zu stiften, verwirklicht die Dietmar Hopp Stiftung ihre satzungsgemäßen Zwecke ferner durch gezielte Förderaktionen. Der Schwerpunkt der Förderaktivitäten liegt in der Metropolregion Rhein-Neckar, mit der sich der Stifter besonders verbunden fühlt. Die Dietmar Hopp Stiftung ist Mitglied im Bundesverband Deutscher Stiftungen, im Verein Zukunft Metropolregion Rhein-Neckar und in der Sportregion Rhein-Neckar e.V.

Universitätsklinikum und Medizinische Fakultät Heidelberg
Krankenversorgung, Forschung und Lehre von internationalem Rang

Das Universitätsklinikum Heidelberg ist eines der bedeutendsten medizinischen Zentren in Deutschland; die Medizinische Fakultät der Universität Heidelberg zählt zu den international renommierten biomedizinischen Forschungseinrichtungen in Europa. Gemeinsames Ziel ist die Entwicklung innovativer Diagnostik und Therapien sowie ihre rasche Umsetzung für den Patienten. Klinikum und Fakultät beschäftigen rund 11.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und engagieren sich in Ausbildung und Qualifizierung. In mehr als 50 klinischen Fachabteilungen mit ca. 2.200 Betten werden jährlich rund 118.000 Patienten voll- bzw. teilstationär und rund 1.000.000 mal Patienten ambulant behandelt. Das Heidelberger Curriculum Medicinale (HeiCuMed) steht an der Spitze der medizinischen Ausbildungsgänge in Deutschland. Derzeit studieren ca. 3.500 angehende Ärztinnen und Ärzte in Heidelberg.

Weitere Informationen:
Klaus Tschira Institute for Integrative Computational Cardiology
Dietmar Hopp Stoffwechselzentrum
Universitätsklinikum Heidelberg