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Förderung des Sonderforschungsbereichs 1123 „Atherosklerose“ für weitere vier Jahre gesichert


Quelle: Klinikum der Universität München


Der Sonderforschungsbereich 1123 (SFB 1123), der seit Oktober 2014 an dem Thema „Atherosklerose: Mechanismen und Netzwerke neuer therapeutischer Zielstrukturen“ forscht, wird weiterhin gefördert. Die Förderung des SFB 1123 in Höhe von ca. 12 Mio. EUR ist für vier weitere Jahre gesichert. An dem Sonderforschungsbereich sind neben der LMU als Sprecherhochschule (Sprecher: Prof. Dr. Christian Weber) die TU München, das Helmholtz Zentrum München sowie das Max-Planck-Institut für Biochemie beteiligt.

Arterielle Gefäßerkrankungen, wie koronare Herzkrankheit (KHK) und Schlaganfall, bleiben trotz Fortschritten in der interventionellen und sekundären Therapie die weltweit führende Todesursache. Um Prävention und Therapie von arteriellen Gefäßerkrankungen zu verbessern, ist ein vertieftes Verständnis der Entstehung und des Verlaufs von Atherosklerose notwendig. Genau hier setzt der SFB 1123 an. "Wir wollen die molekularen Mechanismen, die der Atherosklerose zugrunde liegen, detailliert aufklären und so eine effizientere und verlässlichere Identifizierung und Validierung möglicher therapeutischer Zielstrukturen ermöglichen", sagt Professor Christian Weber, Direktor des Instituts für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten der LMU (IPEK) und Sprecher des Sonderforschungsbereichs.

Die atherosklerotische Entzündung entwickelt sich über viele Jahre. Verursacht wird sie durch eine außer Kontrolle geratene Reaktion des Immunsystems. Aus dem Blut wandern Zellen des Immunsystems an die geschädigte Stelle und produzieren Signalstoffe, die weitere Immunzellen zum Ort des Geschehens rufen. Schließlich bilden sich atherosklerotische Plaques, die stetig neue Signalstoffe aussenden, bis die Immunantwort entgleist und Komplikationen wie Plaqueruptur und Thrombose auftreten. Im Rahmen des neuen SFB werden verschiedene Therapieoptionen erforscht. Mögliche Angriffspunkte sind zum Beispiel Chemokine, Botenstoffe, die die Immunantwort kontrollieren, sowie genetische Ursachen.

"Entscheidend ist der fächerübergreifende Ansatz des Sonderforschungsbereichs Atherosklerose. Wir konzentrieren uns auf integrale Analysen und erforschen die Zusammenhänge zwischen Stoffwechselprozessen, molekularen Signalwegen und genetischen Faktoren", erklärt Christian Weber. An der LMU ist neben der Medizinischen Fakultät mit mehreren Instituten (IPEK, Institut für Schlaganfall und Demenzforschung, Institut für Laboratoriumsmedizin, Medizinische Klinik und Poliklinik I für Kardiologie, Medizinische Klinik und Poliklinik IV für Endokrinologie) auch das Institut für Informatik beteiligt.

 

Ansprechpartner: Univ.-Prof. Dr. med. Christian Weber
Direktor, Institut für Prophylaxe und Epidemiologie der Kreislaufkrankheiten (IPEK)
Lehrstuhl für Vaskuläre Medizin, August-Lenz-Stiftung, Sprecher SFB1123

Quelle: Aktuelles, Klinikum der Universität München

Weitere Informationen:  Die beteiligten Institutionen LMU, TU München, Helmholtz Zentrum München und Max-Planck-Institut für Biochemie sind Partnereinrichtungen am DZHK-Standort München.